Robin's Hoss
Robin's Hoss

Jagdliches....


"Die Geschichte mit dem Keiler"

Also, die Geschichte ist zwar schon eine Weile her, aber es wird von dieser Jagd heute noch von den Menschen erzählt. Ich und meine Kumpels mit Chef und Chefin waren an einem Wochenende einfach nur im Revier unterwegs und wollten im Schnee nach Fährten schauen. Wir hatten nichts besonderes vor.

Auf einmal wurden ganz aufgeregt Telefonate geführt und ich merkte schon, dass das hier interessant werden könnte. Ich habe nämlich gehört, dass von vielen Sauen die Rede war.

Dann wurden noch mehr Telefonate geführt und auf einmal waren ganz viele Leute da und alle hatten rote Jacken an. Dies kannte ich schon von anderen Jagden.Ich durfte bis dahin aber noch nicht mit.

Ich höre dann wie die Chefin sagt "ich nehme Hoss mit". Als ich meinen Namen hörte, wurde ich immer aufgeregter. Weiter hieß es "die Großen" bleiben im Auto. Ich allein mit der Chefin, da wusste ich, das wird ein toller Nachmittag. Wir sind dann mit ein paar anderen Menschen in Linie durch den Wald gegangen. Ich habe überall Sauen gerochen. Viele Sauen! Zunächst war aber gar nichts - außer Fährten - zu sehen. Ich habe aber gerochen, dass alles frisch war. Wir über Bäume und durch Gestrüpp. Die Menschen sind übrigens nicht besonders geländegängig. Ich schon! Auf einmal, wir waren schon eine ganze Weile unterwegs, konnte man auf der anderen Seite der Schlucht über 20 Sauen sehen und: die kamen direkt auf uns zu. Dann knallte es ziemlich häufig. Das kannte ich auch. Wenn es knallt bin ich kaum noch zu halten. Alle sind ganz aufgeregt. Ich auch! Dann sehe ich und meine Chefin auf einmal einen ganz dicken Keiler abhauen. Das kann doch nicht wahr sein. Der war dann auf einmal nicht mehr zu sehen.

Die Menschen beratschlagten. Die Chefin sagte dann, "der Hoss muss ran". Hoss, das bin ich! Nun kam das Kommando: "Such verwund"! Kenn ich! Habe ich gelernt und find ich sehr gut. Es kommen noch andere Menschen mit. Ich suche und suche und finde Schweiß. Ab gehts. Obwohl der Keiler angeschossen war, war der noch ziemlich wendig und ziemlich schnell. Der ist ab in die Schlucht und auf der anderen Seite wieder bergauf. Ich bin ja sehr geländegängig, aber ihr hättet dann meine Chefin mal auf allen Vieren sehen sollen. Könnt Ihr euch das vorstellen? Wir haben dann über einen Kilometer gesucht. Ich will weiter über Felsen (für mich ein Hüpser) und durch Gestrüpp. Überall ist Schweiß. Ich weiß auch schon fast wo er ist. Aber der Keiler scheint ziemlich sauer zu sein. Die Chefin und die anderen Menschen wollen auf einmal woanders hergehen. Wissen die denn nicht, das die Sau da ist? Dann merke ich, die Chefin will nur einen leichteren Weg gehen. Menschen sind schon komisch.

Auf einmal: vor uns der Keiler im Gestrüpp. Er lebt noch. Jetzt werde ich aber auch ein wenig vorsichtiger. Der ist wirklich ziemlich sauer. Ich habe ja gelernt, an einen so Großen geht man nicht von vorne heran. Die Chefin wartet etwas. Die anderen Menschen schleichen um das Gestrüpp herum. Auf einmal knallts. Dann: Sau tot!

Für die Menschen wurde es dann noch einmal ziemlich anstrengend um den Keiler da raus zu holen. Die mussten ziemlich arbeiten. Ich hatte jetzt frei. Wie der Keiler dann aus der Schlucht heraus war, durfte ich auch nochmal dran. Meine Beute! Schließlich fahren wir in einem fremden Auto mit noch mehr anderen toten Sauen mit und ich darf - so dreckig wie ich bin - auf dem Schoß von meiner Chefin mitfahren.

Ein toller Tag!




"Volker`s Fuchs"
Hier noch eine andere Geschichte, bei der ich wieder mal die Sache gerettet habe.

Mein Chef war auf Ansitz und meine Chefin musste - wie so oft - noch arbeiten. Ich war bei meiner Chefin. Ich döse da im Büro so vor mich hin und auf einmal ruft mein Chef an. Ich höre nur wie es darum geht, dass ein Fuchs geschossen worden ist. Mein Chef kann den Fuchs aber nicht finden. Meine Chefin musste aber noch arbeiten. Schließlich sind wir dann nach Hause gefahren und anschließend ging es doch tatsächlich noch in den Wald. Es war stockdunkel. Wir fahren in den Wald zu meinem Chef. Der erzählt, er habe jetzt überall gesucht und er findet den Fuchs nicht.

Ich bekomme wieder das Kommando: "Such verwund". Ganz schnell habe ich die Fährte gefunden und bin überhaupt noch nicht lange unterwegs und da liegt der tote Fuchs. Ich habe nur ein paar Minuten gebraucht um den Fuchs zu finden, der tot im Wald in einer Senke ein wenig verdeckt unter Blättern lag und von meinem Chef nicht gesehen worden ist. Ich bin dann natürlich wie immer ganz doll gelobt worden.

So kann man einen Tag auch beenden.



"Mit der Chefin auf Ansitz"
Da ich ja ein ziemlich schlauer Terrier bin, bekomme ich natürlich Zuhause immer sofort mit, wenn bestimmte Sachen für die Jagd gepackt werden. Wenn meine Chefin auf die Jagd geht und auf eine Kanzel, darf ich meistens nicht mit. Die Chefin will mich nicht auf einer Leiter mitnehmen. Ich muss dann warten. Aber manchmal, das habe ich üben müssen, ich muss dann nämlich ganz ruhig sein, darf ich mit auf einen Erdsitz gehen. Ich darf dann neben meiner Chefin auf einer Decke sitzen und wir warten und horchen. Ich habe halt doch die besseren Ohren und die bessere Nase. Wenn ein Reh oder etwas anderes im Anmarsch ist, dann wackele ich mit den Ohren und zeige meiner Chefin, jetzt muss sie langsam aufpassen. Das hat auch schon ein paar mal ziemlich gut geklappt und wir haben zusammen unsere Beute gemacht.



"Wolfgang`s Reh"
An einem Tag im Januar war ich mit meinen Kumpels und meiner Chefin im Wald. Wir hatten nichts besonderes vor. Meine Chefin hatte aber anscheinend wieder mal "Rücken". Der Spaziergang war nicht besonders lang. Gearbeitet hat sie mit uns auch nichts. Es war ziemlich kalt und es lag Schnee. Wir waren wieder am Auto und die Chefin telefoniert. Es war der Chef, er hatte ein Reh geschossen. Wir hin und ich durfte gucken. Suchen musste ich nichts. Da hab ich mir schon gedacht, das wird heute nichts mehr mit etwas Interessantem. Aber: Es gab noch ein Telefonat. Der Wolfgang rief an und ich habe mitbekommen, dass das von ihm geschossene Reh nicht zu finden war.

Der Wolfgang und seine Frau sind übrigens total nett. Die kennen mich schon als Baby. Beim Wolfgang und seiner Frau darf ich sogar auf dem Schoß sitzen. Außerdem haben die ganz nette Enkelkinder. Mit denen habe ich auch schon gespielt. Bei Kindern und Welpen bin ich übrigens immer ganz ganz lieb. Die dürfen ja keine Angst vor mir haben.

Aber zurück zum Reh!

Wir fahren also zum Wolfgang. Mittlerweile ist es stockfinster. Wolfgang hat wohl schon eine Weile gesucht und hat nichts gefunden. Meine Chefin holt die Schweißleine und ich weiß, es geht jetzt los für mich. Es kommt wieder das Kommando: "Such verwund". Der Wolfgang sagt "nein, da nicht". Ich weiß es aber besser und die Chefin vertraut mir mittlerweile. Ich also an der langen Leine im Dunkeln auf dem Feld gesucht.

Auf einmal habe ich etwas in der Nase und zeige meiner Chefin den Schweiß und jetzt weiß ich auch fast wo das Reh ist. Es dauert nicht lange. Ich habe das tote Reh gefunden. Alle sind ganz glücklich und loben mich. Ich bin mal wieder zufrieden mit mir.

War also doch noch ein schöner Tag.





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In Gedenken an.

Jolly, Illa, Arko, Duncan.

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